Filmvorführung: Afrika: Muslimisch, „heidnisch“ und christlich / Mali 1965

05.02.2015 (19:30 – 21:00)

Afrika: Muslimisch, „heidnisch“ und christlich / Mali 1965
Zweiteilige Filmvorführung (2. Termin am 12. Februar 19.30 Uhr)

mit Hermann Schlenker und Dr. Helmuth Steenken

Schon bald nach dem Tod Mohammeds eroberten seine Nachfolger das westliche Afrika nördlich und südlich der Sahara und gründeten dort Emirate. Sie waren beritten und schon dadurch den afrikanischen Stämmen überlegen. So gab es in der Graslandsteppe zwischen Niger und Nil schon lange das Reich der Mali. Dort herrschte eine arabische Führungsschicht über die alten Stämme mit ihren urtümlichen Religionen, wie den Dogon oder den Bozo, den Flussnomaden auf dem Niger. Die Dogon leben noch heute in Felsenhöhlen zum Schutz vor Sklavenjägern, denn für die arabischen Eroberer waren sie Handelsobjekte oder wurden als Soldaten genutzt. Es ist Forschungskonsens heute, dass die Sklavenkarawanen, die jahrhundertelang  durch die Sahara zum Nil und nach Arabien gingen, die größten der Sklavengeschichte waren.

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Dorf der Dogon

Dennoch gibt es in Mali noch das alte Volk der Dogon und auch die Bozo auf dem Niger. Zu ihnen kam Dokumentarfilmer Hermann Schlenker 1965, hat bei ihnen gelebt und hat sie gefilmt. Sie sind keineswegs alle Muslime geworden, aber sie blieben auch nicht unbeeinflusst. Wie sie das fertigbrachten, versuchte Herman Schlenker zu sehen und zu verstehen. Er verstand sie eher bei ihren Freuden- und Totenfesten als beim Betrachten ihrer Kultobjekte, die uns in unseren Museen auch immer so beharrlich anschweigen.

Eintritt: 2 €

 

Landesmuseum
Natur und Mensch

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